Diese Frage haben sich der eine oder anderen sicher schon gestellt. Bis jetzt habe ich ja immer nur über die Umgebung und Einkaufsmöglichkeiten geschrieben. Das ändert sich ab jetzt radikal!
Ab nun an berichte ich regelmäßig über die Höhe des gefallenen Schnees:

… okay war nur ein Scherz
Ich weiß ihr habt davon in Berlin momentan sowieso genug – um nicht zu sagen zu viel!
Na gut, dann erzähle ich doch mal was über meinen Job:
Eine meiner Hauptaufgaben in meinem Praktikum ist es einen Teil des ZHAW Moodles zu betreuen. Um genau zu sein bin ich für Studiengänge des Bereichs School of Management and Law verantwortlich.
Ich erstelle neue Kurse und Kursbereiche, verlinke die Kurse über so genannte Metakurse (dient der besseren Verwaltung, da Kurse die mit einem Metakurs verknüpft sind dessen Kursteilnehmer erben) und helfe den Dozenten wenn Sie Fragen zum System haben.
Für alle Moodle “Fans”, die sich auch über die merkwürdige Beschriftung in den Kurseinstellungen gewundert haben: Ein Kurs “ist Metakurs”, wenn er mit einem Metakurs verknüpft wurde. Eigentlich müsste es heißen “hat Metakurs”, oder “ist verbunden mit einem Metakurs”, aber da waren wohl beim Übersetzen nicht mehr genug Buchstaben übrig
Des weiteren erstelle ich für einzelne Abteilungen/Fachbereiche Klausuren und Test (z.T. mit über 100 Aufgaben aus denen per Zufall später Tests generiert werden), oder generiere Feedback Aktivitäten, damit die Dozenten Rückmeldungen von ihren Studenten einsammeln können.
Da die ZHAW auch Weiterbildungen anbietet, müssen schon mal für ganze Klassen Accounts erstellt und verteilt werden. Dabei kann es zu Problemen kommen wenn die Teilnehmer bereits einen Account besitzen, sich aber mit einer anderen Mailadresse als beim kommenden Kursbesuch beim Kursleiter angemeldet haben. Bei rund 15.000 Moodle Nutzern wird die Geschichte schon recht unübersichtlich und man ist viel Zeit damit beschäftigt Doppelgänger zu suchen, oder Mails mit neuen Passwörtern zu verschicken.
Eigentlich macht mir die Moodle Arbeit Spaß, doch manchmal hat man arg mit Eigenheiten des Systems zu kämpfen und ist viel Zeit damit beschäftigt hartnäckige Bugs zu umgehen. Ich wünsche niemandem per Hand 30 Kurse zu erstellen, diese Kurse mit dem Inhalt alter Kurse zu füttern, Metakurse zu generieren und die alten Dozenten zu übertragen! Bei so großen Moodle Systemen ist der Server locker 3-4 Minuten mit dem Importieren der alten Kursdaten beschäftigt und alles läuft so zäh wie Kaugummi.
Es gibt aber auch schöne Momente, z.B. wenn ein Dozent mir eine liebe Dankesmail schreibt, weil ich ihm bei einem Problem geholfen habe mit dem er schon mehrere Tage zu kämpfen hatte.
So viel zu Moodle.
Im nächsten Beitrag werde ich euch etwas über Typo³, dessen wunderbar übersichtliches Backend und merkwürdige Script Syntax erzählen.