Wedding Wunderland

Ort für
blau-gierige Wandmenschen, die Züge stehlen;
für Abflussrohre, die ganze Städte in trübe Rinnsale spülen;
für ängstliche-traurig dreinschauende Elefanten hinter von Ranken umschlungenen Gittern;
für Häusergesichter, die bleich auf die Straße herab und doch nur in die Ferne schauen;
für chemische Keulen und Gasmasken-Gestalten, die am Hintereingang eines alternativen Cafés strahlen;
und für einen in Eisen erstarrten Klavierspieler, der die Betrunkenen auf den Steinbänken und die Passanten jeden Tag erneut begrüßt.

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Ja ihr lest richtig, es geht um MEHR. Es geht um das einfach immer MEHR wollen, nur um daraufhin noch MEHR haben zu wollen. Es geht um den einen Klick, der euch von all dem Schönen und Begehrenswerten trennt. Es geht um die Konsum-Spirale, die nur eine Richtung kennt und kein Ende findet. In dieser App werdet ihr nicht unnötig mit Inhalten belästigt, sondern könnt euch ganz auf die Verbraucherinformationen konzentrieren. Das Einzige was ihr machen müsst ist MEHR klicken. Taucht ein in diese simple, aber grelle Welt des reinen Konsums in App-Form: Jetzt und hier für Tablet und Phone, SOFORT DOWNLOADEN!

Um dem Ganzen noch ein Hauch von MEHRWert zu verpassen, habe ich einen Konfigurationsdialog implementiert über den ihr dem Werbeanbieter vorgaukeln könnt ihr währt {GESCHLECHT}, anfang {ALTER}, haltet euch gerade am {STANDORT} auf und interessiert euch für {THEMEN…}. Je nach Banner-Buchung und Tageszeit hat dies einen MEHR oder weniger großen Effekt auf die Auswahl der Banner.

Und nicht vergessen: Immer schön fleißig auf MEHR klicken und gierig Werbebanner grasen 😉

 

$(100) -> 10.000 -> 1.000.000 -> 200, oder „Aufmerksamkeit kaufen“

(Source)

Ich habe mal wieder das Experiment gewagt und versucht über Werbung Aufmerksamkeit eine meiner Apps zu lenken. Das letzte Mal habe ich das vor etwas über einem Jahr versucht und war etwas ernüchtert vom Ergebnis. Diesmal bin ich gleichermaßen begeistert UND geschockt.  Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf globale Einblendungen ohne besondere Zielgruppendefinition da eine örtliche Einschränkung als auch eine Einschränkung auf eine bestimmtes Geschlecht oder Altersgruppe bei dieser speziellen kostenlosen App keinen Sinn gemacht hätte.  Außerdem habe ich keine extra Landingpage verwendet, sondern den Nutzer direkt auf den Google Market umgeleitet (Play Store App).

100

Aber von vorn: Ich habe also bei einem größeren Werbenetzwerk für 100$ Werbeeinblendungen gekauft, wobei ich nicht pro (meist Tausend) Einblendungen, sondern pro Klick bezahlt habe. Das hat den Vorteil das man egal wie bescheiden die eigenen Photoshop-Künste sind oder ob man gar einen echten Grafiker/Werbemenschen bezahlt um ein Banner zu entwerfen nur dann zahlt wenn der gewünschte Effekt (potentielle Kunde ist interessiert und klickt) eintritt. Es schützt allerdings nicht davor eine missverständliche Anzeige zu schalten, die dem Kunden A verspricht und beim Klick B liefert, was zu Frust bei der Person vor dem Display führt und genauso konversionsmindernt wirken kann.

10.000

Das erste wirklich interessante Ergebnis war das man momentan schon für 0,01$ einen Klick bekommen kann! Ich habe für alle Klicks ein maximal (gleichzeitig auch minimal) Gebot von 0,01$ angegeben und habe meine 100$ in ungefähr drei Stunden verbraucht. Ich habe also pro investiertem Dollar 100 Klicks erhalten, und zwar problemlos d.h. ohne das viele Mitbieter über 0,01$  pro Klick geboten hätten. Vor etwas über einem Jahr war so etwas noch undenkbar! Ich kann mich gut erinnern 0,13 bis 0,19 $ pro Klick bezahlt zu haben. Angenommen dieser Preis ist stabil kann man so pro Tag ungefähr 800$ verbraten und 80.000 Klicks generieren.

1.000.000

Das nächste mir schon bekannte Ergebnis war die Zahl der Einblendungen, die es braucht, bis mal ein Nutzer klickt. Dieser wert liegt (mit einem unprofessionell von mir selbst gebastelten Banner) bei ungefähr 1 zu 100, man spricht dann auch von einer Click-Through-Rate von 1%. Dieser Wert war mir schon bekannt und spiegelt meine Erfahrung als Käufer von Werbeeinbledungen als auch als Anbieter von Werbefläche in meinen eigenen Apps wieder. Wenn man also 100$ investiert kann man auch als Laie, der von Werbung keine Ahnung hat, bis zu 1.000.000 Mobile Kunden eine Nachricht zukommen lassen. Eine ganz schön große Reichweite wie ich finde.

200

Und nun zum Schock: 10.000 Klicks führen zu gerademal 200 Downloads! Das bedeutet nur 2% der Nutzer laden auch tatsächlich die ihnen angebotene App herunter. Im letzten Jahr lag dieser Wert noch bei ungefähr 8%. Natürlich kann dies auch mit einem schlechten/missverständlich gestaltetem Werbebanner oder einer schlechten Präsentation im App-Store zusammenhängen. Vielleicht sind die Nutzer auch einfach nicht mehr gewillt ständig ihnen unbekannte Apps herunter zu laden, sei es aus Speichermangel auf schwachen Geräten, zu knapp bemessenen Datentarifen oder der Angst vor Malware und Viren. Vielleicht sind sie aber auch einfach mit Apps überfüttert?!

Fazit

Ein Nutzer kostet mich momentan 0,50$ – das ist für fast alle Apps definitiv zu teuer und kann nicht direkt zum „aus Geld mehr Geld“ machen verwendet werden. Als zusätzliches Marketinginstrument oder, wenn man einfach mehr Nutzer braucht, damit die Idee hinter der App gut funktioniert (Datingplattformen z.B. oder andere Plattformen mit User-Generated-Content) ist es aber sicherlich interessant. Außerdem haben möglicherweise 500.000 bis 1.000.000 potenzieller Nutzer mein Werbebanner gesehen und schauen später mal im App-Store vorbei, wer weis 😉

 

 

real-life twinpic

Am letzten Donnerstag (23.02.) kam mir während eines Windows Phone Coding Camps (danke hierfür an Herrn Strippgen und die HTW) eine Idee für eine funktional einfache aber in ihrer Anwendung vielleicht ganz interessante App:
Wie wäre es zu aktuellen Themen, Begriffen und #hashtags mit einem Klick aktuelle Bilder zu finden und mit diesen dynamisch ein Spiel zu generieren?! So könnte man sich zum einen über den aktuellen Verlauf z.B. von Demos, Veranstaltungen oder Ereignissen informieren, sich Bilder zu diesem Ereignissen einprägen und gleichzeitig noch Spaß beim Spielen haben und das alles von unterwegs/egal wo man sich gerade befindet.

Das Ergebnis ist real-life twinpic, ein über Flickr und Twitter gefüttertes Multimedia Crawler-Gadget, das aus den gefunden Bildern ein Bildervergleichsspiel generiert und ab sofort völlig kosten- und werbefrei im Android Market erhältlich ist.

Hier noch ein paar Screenshots aus der aktuellen Version:

 

Wenn du Erweiterungswünsche oder andere Anmerkungen hast (z.B. gefundene Rechtschreibfehler ;)) kannst du dich gerne bei mir melden. Wenn du die App außerdem für spaßig/informativ oder gar für Kunst hält kannst mich auch gerne flattrn (Flattr this) und somit die Weiterentwicklung der App unterstützen.

Viel Spaß beim Bilder crawlen, Spielen und informieren 🙂

Twitter Bug in TwiFli_MIND behoben

Mir ist letzten beim Spielen mit TwiFli_MIND aufgefallen das es wohl mal wieder massive Änderungen an der Twitter API gab. Diese hatten zur Folge das TwiFli_MIND keine Begriffe mehr angezeigt hat 🙁 Nun sollte es wieder funktionieren. Des weiteren sollten die Twitter Hashtags nun auch unter OS X lesbar sein. Viel Spaß damit 🙂

Hier nun die neue Version: Download TwiFli_MIND

 




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